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Am 21. Mai, dem ersten schönen Abend nach 20 Tagen Regen, ging ich in den Englisbergwald um Wild zu beobachten. Ich legte mich unterhalb der Bircheren am Waldrand hin und schon bald döste ich in der warmen Abendsonne vor mich hin. Auf einmal hörte ich ein Rascheln in der Nähe und da stand ein prächtiger Rehbock im Sommerkleid vor mir. Ich getraute mich kaum zu atmen. An einem Tannenzweig biss er die Knospten ab und zog dann in den Wald Richtung Englisberg davon. Nur einen Augenblick später kam lautlos ein zweiter, jüngerer Bock aus dem Wald. Er war etwas weiter entfernt (ca. 30 Meter) und ich packte die Gelegenheit am Schopf und nahm den Fotoapparat aus meiner Tasche und konnte den Bock ablichten. Ein wenig später kam dann noch eine Geiss aus dem Wald. Zusammen genossen sie das frische, zarte Frühlingsgras. Obschon der Biswind meine Geschmack Richtung der Rehe blies und ich mich doch ein bisschen bewegen musste um zu fötelen, nahm das zierliche Schalenwild meine Witterung vorerst nicht auf. Die Geiss wurde aber immer wie unruhiger und auf einmal gab sie einen Laut von sich und beide Tiere verschwanden im Wald.
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